Büsum bleibt bunt zeigt Solidarität mit queeren Menschen
Zur Eröffnung der CSD-Aktionswoche Westküste hatte „Büsum bleibt bunt“ den Bürgermeister Oliver Kumbartzkyund interessierte Büsumerinnen und Büsumer in die mit Regenbogenflaggen geschmückte Bibliothek am Meer eingeladen. Nach einer Begrüßung durch Britta Baar aus dem Vorstand gab Tobias Bachmann einen historischen Überblick über die Entstehung der Christopher-Street-Day-Feiern: „Es ist wichtig, uns zu erinnern, dass die Rechte queerer Menschen hart erkämpft werden mussten, im Stonewall Inn gehörten 1969 Sylvia Rivera und Marsha P. Johnson zu denersten Aktivistinnen, die sich gegen die Drangsalierungen der Polizei zur Wehr setzten.“
Britta Baar ergänzte, dass es zurzeit wieder wichtiger werde, nicht nur selbst nicht queerfeindlich zu agieren, sondern sich auch öffentlich solidarisch zu zeigen und auf Diskriminierungen aufmerksam zu machen. Dem stimmte auch Bürgermeister Kumbartzky zu und verwies auf die Regenbogenflaggen, die während der CSD-Woche auch vor dem Büsumer Rathaus wehen.
Bianca Ruhland aus dem Vorstand ging darauf ein, dass es gerade im ländlichen Raum noch viel Aufklärungsbedarf gebe: „Jugendliche sehen zwar queere Vielfalt auf Netflix oder SocialMedia, aber im realen Leben sind sie doch sehr verunsichert, deshalb müssen noch mehr Informations- und Beratungsangebote geschaffen werden.“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass es einerseits auch in Büsum eine immer größere Offenheit gegenüber sexueller und geschlechtlicher Vielfalt gebe, andererseits aber auch in allen Generationen Vorurteile, Unsicherheit und auch Ablehnung zu finden seien, so dass es weiterhin eine Aufgabe sei, sich auch im Sinne einer liberalen Demokratie, die Minderheiten schützt, für Sichtbarkeit und Solidarität einzusetzen.
In diesem Sinne schlossen die Vorsitzenden die Runde mit der Ankündigung der Lesung mit Biba Oskar Nass am 20.7. und dem Ausblick, auch im nächsten Jahr wieder die Regenbogenflagge in Büsum leuchten zu lassen.